Background
Einzelhandel 30 September 2015

Mehr Erlebnisorientierung
für die Kartoffelwirtschaft

Durch die große Produktmenge hat der Konsument heutzutage die Qual der Wahl. Wie schaffen Sie es als Unternehmen, dass Verbraucher sich für Ihr Produkt entscheiden? De Bey Communicatie & Vormgeving arbeitet seit Jahren mit HZPC an der Antwort auf diese Frage. Für einige Lösungen wurden sie sogar mit Preisen ausgezeichnet. Was ist das Geheimnis? InZpire spricht mit Direktor Peter de Bey und mit Jurgen Steenwelle, Verantwortlicher für Strategie und Design.

Auswahl anbieten

Produzenten von A-Marken investieren stark in Marketingkonzepte, in denen sie immer mehr auf den erlebnisorientierten Verbraucher eingehen. Im Kartoffelsektor ist dies allerdings noch sehr selten. „Im Großen und Ganzen ist alles gleich. Wie soll sich da der durchschnittliche Konsument entscheiden?“, fragt Peter de Bey. „Es ist Zeit, dem Verbraucher die Kaufentscheidung zu vereinfachen und besser auf seine Erlebniswelt einzugehen.“

Es gibt unterschiedliche Erlebniswelten, die beachtet werden müssen

In 1 Sekunde auffallen

Jurgen Steenwelle erläutert: „Verpackungen spielen eine wesentliche Rolle, denn die meisten Konsumenten denken nicht lange darüber nach, welche Kartoffeln sie kaufen. Wenn sie an einem Regal entlang gehen und die Verpackung sehen, müssen sie innerhalb von einer Sekunde denken: das nehme ich mit“. Das Interesse muss direkt geweckt werden. Kennen Sie Ihre Zielgruppe dafür gut genug?

Jeder Mensch ist anders und daher auch seine Wünsche. Der Lebensstil, die Gesundheit, Arbeit, das soziale Netzwerk und die verschiedenen Selbstbilder wirken sich alle auf die Produktauswahl aus. Es gibt also auch sehr unterschiedliche Erlebniswelten, die beachtet werden müssen, wenn Sie ein Produkt auf den Markt bringen.

Eine Geschichte erzählen

Um ein richtiges Erlebnis anbieten zu können, ist es wichtig, dass Sie den Verbraucher mit Ihrem Produkt persönlich ansprechen und dass er von Ihnen erfährt, was das Produkt für ihn bedeuten kann. Das kreative Konzept muss für den Verbraucher wichtige Eigenschaften des Konzepts beleuchten.

Beispiel: 58 Potatoes

Peter de Bey führt als Beispiel das neue Konzept 58 Potatoes von HZPC an. „Diese Kartoffeln mit ihren einmaligen niedrigen Kalorienwerten passen sehr gut zum Lebensstil der Verbrauchergruppe, für die das Produkt entwickelt wurde: Junge Menschen, die bewusst mit ihrer Nahrung und ihrer Gesundheit umgehen. Diese  Verbrauchergruppe möchte reine Produkte. 58 Potatoes wurde daher als Superfood im Markt eingeführt. Die Eigenschaften dieser Kartoffeln passen zur Erlebniswelt dieser Konsumentengruppe. Jetzt müssen wir ihnen das nur noch vermitteln.

Die Produktverpackung muss die Sinne des Kunden ansprechen. Die Botschaft auf der Packung teilt dem Verbraucher mit, dass die Kartoffeln „loaded with good stuff en low on calories“ sind. Sogar beim Namen wurde ein Verweis auf einen gesunden Lebensstil gewählt (58 kCal pro 100g). Das Verpackungsdesign ist auffällig frisch, modern und kreativ. Mit dieser Verpackung kann man sich sehen lassen. Dem Verbraucher ist sein eigenes Image schließlich auch wichtig. Mehr darüber, wie 58 Potatoes die Konsumentengruppe anspricht 

HZPC & Marketing

HZPC ist nicht nur ein Kartoffelproduzent, sondern denkt auch darüber nach, wie das Produkt Kartoffel in der gesamten Kette gefördert werden kann. Daher entwickelt HZPC regelmäßig neue Marketingkonzepte. Die Kraft des Produkts selbst und das zu entwickelnde kreative Konzept müssen einander nahtlos ergänzen. „Zusammenarbeit ist daher wirklich eine Voraussetzung für Erfolg“, sagt Peter de Bey. „Das inhaltliche Wissen stammt von  HZPC und wir ergänzen es mit Kreativität. Dies muss sich gegenseitig verstärken und geschieht in einem gemeinschaftlichen Prozess. Alles, was wir uns ausgedacht haben, haben wir uns mit den Mitarbeitern von HZPC ausgedacht. Wir gehen durchaus kritisch miteinander um. Diese gegenseitigen Herausforderungen verbessern unser Ergebnis. Schließlich kann man dann gemeinsam stolz auf das Ergebnis sein.“