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Trends 25 Oktober 2014

Ein leidenschaftlicher Unternehmer
über sein Erfolgsrezept

Ein neues Unternehmen mit bereits 39 Niederlassungen, 15.000 Franchise-Anfragen direkt nach der Eröffnung und Kunden, die anderthalb Stunden anstehen. Was ist das Geheimnis von ChipStar in Italien?

Das Erfolgsrezept von ChipStar

Der Gründer von ChipStar, Filippo Di Lorenzo, erklärt: „Wir bieten unseren Kunden ausschließlich Pommes frites an, da unser Ziel Exzellenz ist. Nur wenn wir unsere Pommes frites mit größter Sorgfalt zubereiten, können wir maximale Qualität erzielen. Wir konzentrieren uns auf ein einziges Produkt, während die Saucen Vielfalt bieten. Dadurch steht bei uns immer die Kartoffel im Mittelpunkt. Aktuell bieten wir eine Auswahl von sechzehn Gewürzen an. Wir planen aber auch die Einführung einiger neuer Produkte, und verschiedene Toppings anzubieten.

Es ist auch erwähnenswert, dass wir immer nur zubereiten, was auch bestellt wird. Dadurch sind unsere Produkte immer frisch. Wir schneiden die Kartoffeln vor unseren Kunden und garantieren so die ausschließliche Verwendung von frischen Produkten. Durch die Art der Zubereitung sind Pommes frites natürlich nicht 100 % gesund, aber damit unterscheiden sie sich auch nicht von einigen italienischen Gerichten. Das Gute an Kartoffeln ist ihr ausgezeichneter Geschmack, den unsere Kunden schon für kleines Geld genießen können.“

Ein Unternehmen zu gründen, ist immer ein Risiko

„Wir haben lange und ausführlich nachgedacht, bevor wir mit dem Projekt begonnen haben“, so Filippo Di Lorenzo. „Insbesondere, da die Statistiken, die wir erstellten, unser Scheitern vorhersagten. Würden wir unsere Investitionskosten zurückbekommen? Würde sich das Geschäft lohnen? Wir hatten nicht diesen unglaublichen Erfolg vorhergesehen, aber wir glaubten trotz aller Widrigkeiten an unser Konzept. Ich glaube, wir haben es geschafft, etwas Neues zu schaffen. Und das Interesse ist sogar so groß, dass wir nach der Eröffnung rund 15.000 Franchising-Anfragen erhalten haben!

“Treue Kunden sind bereit, bis zu anderthalb Stunden anzustehen, um unser Produkt zu kaufen”

Die Expansion geht gut voran. ChipStar ist nun schon in einigen italienischen Städten zu finden. Aktuell sind es 39 Niederlassungen in 10 Städten. Wir machen immer von Anfang an Gewinn. Das hängt natürlich nicht zuletzt von unserem Standort ab, da das Verkaufsvolumen von den Passanten bestimmt wird. Dennoch sollte man anderthalb Stunden anzustehen, um unser Produkt zu kaufen. Unsere Geschäftsidee ist wirklich ein außerordentlicher Erfolg.“

Glaube an deine Ideen. Wer nichts riskiert, kann nichts gewinnen

Das Erfolgsgeheimnis

„Kurz gesagt, versuchen wir aus einem simplen Produkt ein exquisites und einzigartiges Angebot zu machen“, so Filippo Di Lorenzo. Die ausgezeichnete Qualität des Produkts und das geschickt eingesetzte Marketing sind eine Grundvoraussetzung für den Erfolg von ChipStar. Di Lorenzo fügt hinzu: „Ich glaube, Erfolg hängt mehr davon ab, wie man etwas tut, als was man tut. Wir sind nicht die Ersten, die Pommes frites verkaufen, und werden auch nicht die Letzten sein. Doch wir versuchen, das so gut wie möglich zu tun: Wir verwenden die besten Fritteusen auf dem Markt und besonders wohlschmeckende Kartoffelsorten, obwohl sie nicht so einfach wie andere Sorten zu verarbeiten sind.

Mein Erfolgsgeheimnis würde ich für angehende Unternehmer so ausdrücken: Glaube an deine Ideen. Glaube daran und probiere sie aus. Denn wer nichts riskiert, kann nichts gewinnen. Und wer es nicht probiert, hat schon verloren.

So wurde ChipStar gegründet

Filippo Di Lorenzo ist Architekt und leidenschaftlicher Liebhaber von Pommes frites. Die Idee, eine niederländische Snackbar in Italien zu eröffnen, hatte Filippo Di Lorenzo 2004 in Amsterdam in der Nähe einer preisgekrönten Snackbar. Er erzählt: „Ich war von Anfang an von diesem Produkt beeindruckt! Es hatte das Potenzial, sich perfekt in die traditionelle italienische Esskultur einzufügen. Die italienische Küche ist sehr weit entwickelt und vielfältig, aber alle Italiener lernen bereits als Kinder Pommes frites kennen und lieben.“ Zurück in Italien hatte er das Bedürfnis, der lokalen Gastronomie in Neapel ein internationaleres Profil zu verleihen. Damit war ChipStar geboren.

„Unsere offensichtlichste Zielgruppe sind die jungen Leute, doch haben wir Kunden aller Altersgruppen. Für ältere Menschen sind Pommes frites wie eine Reise in ihre Kindheit. Dennoch muss ich zugeben, dass ich nicht so ein großes Interesse des italienischen Publikums erwartet hätte“, schließt Di Lorenzo ab.